Erziehung
30. Juli 2020
·
4 Minuten Lesezeit

Wenn Kinder Freundschaft schließen

Geschrieben von:
Corinna Harles
Corinna Harles
Artikelinfo:

Freundschaften sind wichtig. Sie verändern sich im Laufe der Kindheit. Welche Unterstützung können Eltern bis ins Volksschulalter geben?

Freunde sind unglaublich wichtig. Für uns Erwachsene, aber auch für Kinder. Vieles, was durch Erziehung mühsam beizubringen ist, kann in Freundschaften ganz nebenbei erlernt werden. Das Einfühlen, Teilen, füreinander Einstehen oder auch etwas gemeinsam durchzusetzen.

Vor dem Kindergartenalter 
spielen Kinder mehr nebeneinander als miteinander.

In diesem Alter kommt es eher zu spontanen Freundschaftsbekundungen. So wird etwa das Kind in der Sandkiste auf einmal gedrückt und geherzt, und danach wird wieder alleine gespielt.

Ab dem Kindergartenalter 
sind schon erste Freundschaften möglich.

Ein Freund zeichnet sich in dieser Zeit vor allem dadurch aus, dass er oder sie ähnliches mag.

Freundschaften sind in dieser Zeit vergleichbar mit Zweckgemeinschaften, die sich auch schnell wieder verändern können.

Kontakte zu knüpfen fällt manchen Kindern leicht, andere haben damit ihre Schwierigkeiten.

Manchen Kindern
fällt das „aufeinander Zugehen“ schwer.

Hier können ganz konkrete Tipps hilfreich sein. Etwa: „Du könntest Lena fragen, ob sie mit dir zur Schaukel gehen möchte, gemeinsam Scooter fahren möchte?“ Auch Rollenspiele können helfen, dass Ihr Kind das miteinander Reden trainieren kann, z. B. wenn sich Stofftiere miteinander unterhalten oder mit Fingerpuppen oder Bauernhoftieren gespielt wird.

Unterhalten
Sie sich mit anderen Eltern,

so haben Ihre Kinder Zeit, sich ein wenig zu beschnuppern. Laden Sie Nachbarn mit Kindern zu sich nach Hause ein. In der gewohnten Umgebung fühlt sich Ihr Kind sicherer.

Ab dem Volksschulalter 
entstehen erste Freundschaften, in denen man sich auch emotional miteinander verbunden erlebt. 

Kinder beginnen, sich auch über Geheimnisse auszutauschen und teilen Persönliches.

Hier braucht es oft Unterstützung, denn auch Freundschaft muss gelernt werden. Was macht man etwa, wenn man sich über seine Freundin ärgert? Besprechen Sie, dass es okay ist, seine Meinung ehrlich zu sagen, allerdings ohne Schimpfwörter und auch ohne, dass man dem anderen eine drüber haut. Alle sollten die Möglichkeit haben, auszureden, ohne unterbrochen zu werden. Gerade auch das Einfühlen ist in Freundschaften wichtig. Wie könnte sich der Freund fühlen, wenn man selbst mal nicht so nett war? Wie könnte eine Entschuldigung aussehen?
 
Wenn sich Ihr Kind besonders schwer tut, Freunde zu finden, können Vereine eine Hilfe sein. Denn dort trifft man auf andere Kinder, die die gleichen Interessen haben. Das Gruppengefühl wird hier besonders gefördert.

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