Krisen
03. Feb. 2021
·
5 Minuten Lesezeit

9 Warnzeichen für emotionale Überlastung bei Ihrem Kind…

Ein Beitrag von:
Katharina Wurnig
Katharina Wurnig
Corinna Harles
Corinna Harles
Artikelinfo:

Wenn Mütter oder Väter bei ihrem Kind Verhaltensänderungen feststellen, ist oft Unsicherheit da, wie ernst die Situation zu beurteilen ist. Jedes Kind ist individuell verschieden und Eltern kennen ihr Kind am besten. Wir zeigen mögliche Warnzeichen und Wege aus der schwierigen Situation auf.

#1 AUA

Ob Bauchweh oder Kopfweh: Kinder erleben eine seelische Ausnahmesituation oft als körperlichen Schmerz. Wenn Ihr Kind über Kopfweh oder Bauchweh klagt, kann auch eine Überforderung mit der aktuellen Situation dahinterstecken.

#2 Alpträume

Kinder verarbeiten die vielen Eindrücke eines Tages oft im Schlaf. Nächtliches Aufschrecken aus „bösen Träumen“ kann also ein Anzeichen sein, dass es Ihrem Kind nicht so gut geht, es Sorgen oder Ängste hat.

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#3 Schlafprobleme

Aber auch ohne Alpträume: Schlafprobleme wie etwa, dass Kinder und Jugendliche nicht einschlafen können oder nachts immer wieder aufwachen, sollten Eltern hellhörig machen.

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#4 Müdigkeit

Fällt Ihrem Kind das Aufstehen in der Früh schwerer als sonst? Macht es auch tagsüber einen müden Eindruck und ist sein oder ihr Verhalten insgesamt sehr passiv?

#5 Fahrigkeit

Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: Das Kind wirkt fahrig und unruhig. Es hat Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, auch im Alltag abseits von Schulaufgaben. Also beispielsweise: zuhören können, ruhig sitzen können, sich auf etwas einlassen können.

#6 Veränderter Appetit

Ein verändertes Essverhalten, das kann sowohl mehr Hunger als auch kein oder kaum mehr Appetit sein, könnte ein weiteres Anzeichen sein, dass Ihr Kind etwas belastet.

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#7 Traurigkeit

Überlastung kann bei Kindern und Jugendlichen zu vermehrtem Weinen führen. Bei Kindern ab dem Schulalter und Teenagern können Gefühle wie Trauer, Hoffnungslosigkeit und Schuldgefühle hinzukommen.

#8 Einnässen

Wenn Ihr Kind, dass eigentlich schon über eine längere Zeit „trocken“ war, plötzlich wieder nachts ins Bett macht, sollten Sie dieses Zeichen ernstnehmen.

 #9 Unlust

Ihr Kind mag Hobbys oder Freizeitbeschäftigungen, die ihm früher Spaß gemacht haben, auf einmal nicht mehr? Also, wenn Sie beispielsweise früher gern gemeinsam gekocht haben, hat Ihr Kind auf einmal daran keine Freude mehr. Es zieht sich stattdessen lieber zurück, ist für sich alleine?   

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Leistungsabfall?

Ein plötzlicher Leistungsabfall in der Schule kann grundsätzlich auch ein Warnzeichen sein. In Zeiten wie diesen gilt es zu differenzieren: Ist eine Verschlechterung der Noten eine Reaktion darauf, dass es Ihrem Kind gerade psychisch nicht gut geht oder ist es eine „normale“ Reaktion auf erschwerte Lernbedingungen im Home Schooling?

Ein einmalig auftretendes Verhalten ist in der Regel kein Grund zur Sorge.

Schauen Sie hin:

Nehmen Sie schon über einen längeren Zeitraum Veränderungen wahr? Und erleben Sie womöglich eine Steigerung, also eine Verstärkung der Anzeichen über die Zeit? Dann ist es gut, hellhörig zu werden, die Situation ernst zu nehmen und sich gegebenenfalls Hilfe zu holen.

Probieren Sie, ein Gespräch anzubieten:

Probieren Sie zunächst, Ihrem Kind ohne Druck immer wieder das Gespräch anzubieten: Betonen Sie, dass Ihnen wichtig ist, wie es ihm oder ihr geht. Sagen Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter, dass Sie für ihn/sie da sind. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn die Botschaft scheinbar nicht ankommt. Zeigen Sie an konkreten Beispielen, welche Änderungen Sie registriert haben: “Mir kommt vor, dass du neuerdings …“; Was sagst du dazu…?“ Ihr Kind merkt dadurch, dass sie ihm Aufmerksamkeit schenken. Und Sie können Ihrem Kind vielleicht helfen, indem Sie Probleme verbalisieren, für die es noch keine Worte gefunden hat.

1x Tag

= ZEit für etwas

schönes!

Versuchen Sie, zumindest einmal am Tag etwas Schönes in den Alltag einzubauen. Überlegen Sie, was früher gut angekommen ist und machen Sie Vorschläge. Schauen Sie gemeinsam, welche Dinge „trotz allem“ noch möglich sind.

 

Manchmal kann es aber auch sein, dass die Konzentration auf eine Angst oder Sorge zu groß ist. Das Kind kann sich nicht mehr davon lösen oder ablenken…

Machen Sie sich bewusst:

Bei einem gebrochenen Arm würden Sie ja auch ohne Zögern Hilfe holen.

Bei psychischen Belastungen sollte es genauso sein!

  • Vielleicht hilft Ihrem Kind ein neutraler Gesprächspartner.
  • Wenn man gar nicht durchkommt, können andere aus dem Umfeld vielleicht einen besseren Draht zum Kind haben.
  • Bitten Sie eine Vertrauensperson, mit Ihrem Kind zu sprechen und zu schauen, was los ist.
  • Telefonische Unterstützung für Kinder und Jugendliche bietet auch die Rat auf Draht Notrufnummer 147.

Video-Beratung

Online!

Auch Sie dürfen sich Hilfe holen

Wenn nichts hilft und Sie nicht mehr weiter wissen: Melden Sie sich bei uns, nützen Sie die Möglichkeit für ein entlastendes Gespräch über unsere Video-Beratung online. Wir schätzen gemeinsam mit Ihnen die Situation ein und überlegen, wie es weitergehen kann. Wir können Ihnen bei Bedarf außerdem passende Unterstützungsangebote in Ihrer Nähe empfehlen.

 

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