Schule & Lernen
07. Sep. 2022
·
4 Minuten Lesezeit

Gefahr durch Fremde am Schulweg

Geschrieben von:
Katharina Wurnig
Katharina Wurnig
Fachlicher Input von:
Silvie Haring
Silvie Haring
Artikelinfo:

Es ist wichtig und sinnvoll, dass Kinder ihren Schulweg alleine bewältigen. Es kommt aber vor, das Fremde Kinder vor der Schule oder am Schulweg ansprechen. Konkrete Abmachungen und Übungen können Ihr Kind vor möglichen Gefahrensituationen schützen.

Kinder, die selbstbewusst und altersgemäß informiert sind, sind besser geschützt als uninformierte, ängstliche Kinder. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über mögliche Gefahren, so wie Sie es auch an die Verkehrserziehung heranführen.

 

Es geht nicht darum, Kinder vor Horrorszenarien zu warnen, sondern Ihnen konkrete Anweisungen für Situationen zu geben. So können Kinder in möglichen Gefahrensituationen schneller reagieren.

Anstatt Kindern zu sagen, was sie nicht tun sollen –„Sprich nicht mit fremden Personen“- ist es sinnvoller, einzutrainieren, was sie konkret tun sollen.

TIPPS für mehr Sicherheit am Schulweg

Natürlich muss es sich dabei nicht nur um den Schulweg handeln. Gemeint sind auch andere Wege, die Ihr Kind alleine im öffentlichen Raum zurücklegt.

Abholer*innen
Legen Sie fest, wer Ihr Kind von der Schule abholen darf.

Machen Sie deutlich, dass Sie niemals jemand anderen schicken würden. Auch nicht, sollten Sie einen Unfall haben.

Abstand zu Autos
Lehren Sie Ihr Kind, vor Autos immer auf Abstand zu gehen, so dass sie vom Autofenster aus nicht angefasst werden können. Sobald ein Auto hält, soll das Kind einige Schritte zurückgehen.

Seien Sie diesbezüglich ein Vorbild, wenn Sie z.B. nach dem Weg gefragt werden.

"Sicherheitszonen"
Legen Sie mit Ihrem Kind für den Schulweg bzw. den Weg zu Verwandten oder Freunden „Sicherheitszonen“ fest.

Das sind belebte, öffentliche Orte, wie z.B. ein Cafe oder ein Supermarkt, an denen  Kinder schnell Schutz finden.

Nett = gut?
Informieren Sie Ihr Kind, dass es Erwachsene gibt, die keine guten Absichten haben.

Kinder müssen wissen, dass diese Personen meist besonders nett zu Kindern sind, ihnen z.B. ein Spiel mit der Play Station anbieten, sie um Hilfe bitten oder von einem Unfall der Eltern erzählen.

Reaktion einüben
Kinder sollen Angebote von fremden Erwachsenen generell ablehnen.

Das sollte Ihr Kind sagen: „Nein, meine Eltern warten auf mich“.

Das sollte Ihr Kind tun:  sofort zur nächsten „Sicherheitszone“ laufen.

Gruppen bilden
Nach Möglichkeit sollten Kinder den Schulweg in Gruppen bestreiten.

Überlegen Sie mit Ihrem Kind, welche Mitschüler*innen einen ähnlichen Weg haben.

Siezen
Kinder sollten fremde Personen immer per Sie ansprechen, auch wenn Sie als Elternteil dabei sind.

So ist für umstehende Personen eher zu erkennen, dass es sich um eine für das Kind fremde Person handelt.

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Nehmen Sie Ihr Kind ernst, wenn es von „komischen“ Situationen erzählt, z.B. eine „eigenartige Person“ gesehen hat oder ein ungutes Gefühl hatte, als es am Spielplatz angesprochen wurde.

Das sollten sie auch beachten:

Bedenken Sie bei aller berechtiger Sorge, dass die Wahrscheinlichkeit für Übergriffe durch Fremde insgesamt niedrig ist.

 

Kinder, die alleine unterwegs sind, sollten jedenfalls auch zum Thema Verkehrssicherheit gut vorbereitet sein.

 

Dazu hat etwa das Kuratorium für Verkehrssicherheit eine Seite mit Tipps zusammengestellt.

Mutter mit 2 Kindern an der Hand überquert eine Strasse am Zebrastreifen