Gesellschaft
21. Sep. 2022
·
5 Minuten Lesezeit

Nachhaltigkeit im Familienalltag - so kann es gelingen

Geschrieben von:
Elternseite Team
Elternseite Team
Artikelinfo:

Wie kann es gelingen, angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern gemeinsam zu einer besseren Zukunft beizutragen? Wir haben einige Anregungen zusammengetragen.

Wir alle bemerken bereits die Auswirkungen des Klimawandels. Die Sommer sind heißer, als wir das von unserer Kindheit in Erinnerung haben, es ist trockener und Schnee im Winter wird immer mehr zur seltenen Ausnahme. Gerade unsere Kinder werden den Klimawandel und seine Folgen im Laufe ihres langen Lebens noch viel deutlicher zu spüren bekommen. In vielen Familien ist es daher Thema, wie man den Alltag klimafreundlich gestalten kann.

 

Die Medienberichterstattung dazu kann durchaus Stress und Angst bewirken, geht es doch um existenzielle Fragen. Und um ein Problem, das unseren gesamten Planeten betrifft.

 

Die Klimaerwärmung wird, vereinfacht gesagt, durch einen zu hohen Ausstoß von Treibhausgasen, vor allem CO2, in die Atmosphäre bedingt. Wollen wir ihn stoppen oder verringern, müssen wir den CO2-Ausstoß reduzieren. Das betrifft fast jeden Lebensbereich, unseren Konsum, unsere Mobilität, wie wir wohnen etc.  


Wie kann es gelingen, angesichts dieser Bedrohung nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern etwas zu einer besseren Zukunft beizutragen? 


Wir haben einige Tipps und Anregungen zusammengetragen:

Jede Veränderung 
beginnt mit
kleinen Schritten
#1

Jeder von uns hat gewohnte Abläufe und Strukturen. Manche davon sind vielleicht nicht besonders klimafreundlich. Es ist jedoch schwierig, alles auf einmal zu verändern, da es für unser Gehirn immer einen großen Aufwand bedeutet, gewohnte Strukturen zu verändern. Je mehr auf einmal, umso überlasteter ist unser Gehirn. Wer also die Erwartung hat, dass sich von heute auf morgen alles ändert, wird am Ende oft Enttäuschung erleben, weil man den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Oft werden dann gleich alle Veränderungen aufgegeben, was sehr schade ist!

 

Eine Möglichkeit, mit dem Stress umzugehen, der durch hohe Erwartungen entsteht, ist, dass man sich bewusst lieber kleine und machbare Ziele setzt. Das hat auch den positiven Effekt, dass man es dann eher schafft, möglichst langfristig durchzuhalten. 

Neue
Gewohnheiten
etablieren

#2

Wenn wir etwas verändern wollen, ist das zunächst ein Aufwand. Man muss sich überlegen, was man verändert, wie der neue Ablauf aussieht und unser Gehirn muss die neuen Abläufe erst lernen. Man muss sich am Anfang auch oft bewusst in Erinnerung rufen, dass der gewohnte Ablauf so nicht mehr stattfindet, da wir gerne automatisch auf das zurückgreifen, was wir gewohnt sind.

 

Überlegen Sie sich also, wie Sie Dinge am einfachsten in den Alltag integrieren können, z.B. dass Sie, wenn Sie in der Früh ein Glas Wasser trinken, auch gleich Trinkflaschen für alle Familienmitglieder befüllen.

 

Nach einer Weile wird es einfacher, eine neue Gewohnheit ist etabliert und läuft fast automatisch im Alltag mit. Dafür braucht es ein wenig Zeit: Um eine neue Gewohnheit alltäglich zu machen, sollten Sie sich und Ihrer Familie ein paar Wochen geben. Ist das gelungen, können Sie gemeinsam die nächste Aufgabe angehen. 

Prioritäten

setzen
#3

Machen Sie eine Liste der möglichen Veränderungen und setzen Sie dann Prioritäten. Am besten setzen Sie sich dafür als Familie zusammen und entscheiden gemeinsam. Was Sie ändern können, ist individuell unterschiedlich. Fragen, die Sie gemeinsam besprechen sollten, sind:

  • Wo können wir leichter etwas verändern?
  • Wo fällt es uns besonders schwer?
  • Wo beginnen wir?
  • Was ist uns besonders wichtig?

Für den Anfang sollten Sie die Ziele auswählen, die sich leichter erreichen lassen. Dann hat man schon etwas geschafft, worauf man aufbauen kann.

 

Außerdem sinnvoll: Zwischenziele setzen. Nach einer gewissen Zeit sollte man gemeinsam nachbesprechen

  • Was hat funktioniert?
  • Was hat weniger gut funktioniert?
  • Was braucht es noch für eine nachhaltige Veränderung?
Es
ist
kompliziert.
#4

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie die Maßnahmen für mehr Klimafreundlichkeit überfordern? Vielleicht haben Sie eine Situation wie diese auch schon erlebt: Sie kaufen ganz bewusst im Supermarkt statt dem Plastiksackerl ein Stoffsackerl – nur um kurz darauf zu erfahren, dass Sie einen CO2-Einspareffekt erst nach gefühlt endloser Benutzung erreichen? Schließlich ist die Baumwollproduktion alles andere als klimafreundlich.

 

Ja, es ist sehr komplex. Aber: Lassen Sie sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Das geht vielen so und ist kein Zeichen eines persönlichen Versagens, sondern hängt auch mit dem Dschungel an Empfehlungen zusammen und damit, dass es wenig Transparenz gibt, was effektive Maßnahmen sind.  Vor allem, lassen Sie sich davon nicht stoppen in ihrem wichtigen Engagement. Man darf dazulernen und sein Verhalten anpassen. 

Lassen 
Sie sich
inspirieren:
#5

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie Sie Ihr Familienleben klimafreundlicher gestalten können. Gerade online können Sie viele Tipps entdecken. Hier hat zum Beispiel Rat auf Draht für Kinder und Jugendliche gute Anregungen zusammengestellt.

 

Auch auf Instagram gibt es zahlreiche Profile von Familien, die Nachhaltigkeit thematisieren.


Schließlich gilt: Nachhaltig zu leben kann auch Spaß machen und schön sein. 

WAR DIESER ARTIKEL HILFREICH?

Jeder Artikel auf der Elternseite ist das Ergebnis von sorgfältiger Recherche und Aufbereitung. Die Qualität aller Inhalte steht für uns im Fokus, verursacht aber natürlich auch hohen Aufwand und Kosten. Rat auf Draht ist großteils spendenfinanziert – wir freuen uns daher, wenn Sie unsere Arbeit mit einem Beitrag unterstützen möchten. Vielen Dank!

unsere neuesten artikel:

Erziehung

Hilfe, mein Kind hat gestohlen

Immer wieder bekommen wir in den Beratungen Anfragen zum Umgang mit Kindern oder Jugendlichen, die sich an der Geldtasche eines Elternteils oder Geschwisterkindes vergriffen haben, in einem Geschäft etwas mitgehen haben lassen oder in der Schule etwas gestohlen haben. Das Vertrauen ist erschüttert und eine häufige Frage ist dann oft, wie man mit der Situation und dem Kind oder dem oder der Jugendlichen umgehen soll und wie sich eine Wiederholung des Geschehenen verhindern lässt.

Elternwissen kompakt: Trennung

Die aktuelle Elternfrage: "Wir trennen uns. Was kann unserem Kind dabei helfen, mit der Situation gut umzugehen?"

Die Video-Serie Elternwissen kompakt entstand mit Unterstützung von Projekt 21 für die Region Eferding.

Elternwissen kompakt: Wutanfälle

Die aktuelle Elternfrage: "Mein Kind hat Wutanfälle" 

Die Video-Serie Elternwissen kompakt entstand mit Unterstützung von Projekt 21 für die Region Eferding.

Elternwissen kompakt: Schulstress

Die aktuelle Elternfrage: "Die Schule überfordert unser Kind und auch uns Eltern. Wie kommen wir da wieder heraus?"

Die Video-Serie Elternwissen kompakt entstand mit Unterstützung von Projekt 21 für die Region Eferding.

Podcast Folge 8 zum Thema Sucht

Die Rat auf Draht Elternseite zum Anhören - unser Podcast aus den Regionen für Eltern in ganz Österreich. In Episode 8 des Rat-auf-Draht-Elternseite-Podcasts ist David Vogl vom Institut Suchtprävention der pro mente Oberösterreich zu Gast. Er spricht über problematischen Konsum, Sucht und Suchtprävention, welche Rolle die Haltung der Eltern dabei spielt, und warum es wichtig ist, dass Kinder ihre Emotionen ausdrücken dürfen.  

 

Elternwissen kompakt: Kinderfreundschaften

Die aktuelle Elternfrage: "Mein Kind tut sich schwer, Freunde zu finden und zu behalten. Wie kann ich es unterstützen?" 

Die Video-Serie Elternwissen kompakt entstand mit Unterstützung von Projekt 21 für die Region Eferding.

Elternwissen kompakt: Mediennutzung

Die aktuelle Elternfrage: "Mein Kind ist viel am Handy. Woher weiß ich, ob es zu viel ist und was kann ich dann tun?"

Die Video-Serie Elternwissen kompakt entstand mit Unterstützung von Projekt 21 für die Region Eferding.

Podcast Folge 7 zum Thema Schulalltag ohne Stress

Die Rat auf Draht Elternseite zum Anhören - unser Podcast aus den Regionen für Eltern in ganz Österreich. Folge 7 zum Thema Schule und wie es gelingen kann, entspannt durch die Schulzeit zu kommen. Gast ist diesmal Mag.a Simone Pöllmann, Psychologin, Volksschullehrerin und Professorin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich. 

Schule & Lernen

Schlecht in Mathe: Was ist Dyskalkulie?

Dyskalkulie oder Rechenstörung bezeichnet eine spezifische Beeinträchtigung der Rechenfähigkeiten, die nicht durch allgemeine Intelligenzminderung oder unzureichende Bildung erklärt werden kann. Agnes Goldmann ist Dyskalkulie-Therapeutin und hat uns Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Dyskalkulie gegeben.

 

Medienerziehung

News & Trends in sozialen Netzwerken, von denen Eltern wissen sollten

Für die meisten Kinder und Jugendlichen ist es Alltag, im digitalen Raum unterwegs zu sein. Wir haben bei Barbara Buchegger und Sandra Pöheim von Safer Internet nachgefragt, was sich online Neues tut und was Kinder, Jugendliche und Eltern dazu wissen sollten.

Gesellschaft

Wie Lehrkräfte in schwierigen Zeiten Kraft tanken können

Lehrkräfte spielen eine entscheidende Rolle in der Entwicklung und Bildung von Kindern und Jugendlichen. Ihre Arbeit ist oft herausfordernd und kann manchmal auch emotional belastend sein. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre jeweils individuellen Kraftquellen erkennen und regelmäßig aktivieren können. Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesundheitskasse.  

 

Gesellschaft

Wie Eltern in schwierigen Zeiten Kraft tanken können

Auch Mütter und Väter brauchen zwischendurch einmal eine Erholung vom Eltern-Sein. Lesen Sie hier fünf Tipps, wie Sie lernen, Ihre eigenen Bedürfnisse neu zu entdecken und regelmäßig passende Ressourcen zu aktivieren. In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesundheitskasse. 

 

Podcast Folge 6 zum Thema Essstörungen

Die Rat auf Draht Elternseite zum Anhören - unser Podcast aus den Regionen für Eltern in ganz Österreich. Folge 6 zum Thema Essstörungen mit der Psychiaterin Dr.in Ellen Auer-Welsbach.

Schule & Lernen

Wenn das Halbjahrs-Zeugnis schlecht ausfällt

Was tun, wenn die Schulnachricht, das Zeugnis im Halbjahr, schlecht ausfällt und Ihr Kind sogar einen oder mehrere Fünfer hat? Wir helfen mit Tipps weiter.

Erziehung

Nachgefragt: Wiebke Schenter zum Thema Regretting Motherhood

Was bedeutet es, die eigene Mutterschaft zu bereuen? Wir haben bei @piepmadame nachgefragt. Hinter dem erfolgreichen Instagramaccount steckt Wiebke Schenter, die sich seit vielen Jahren mit den Themen Regretting Motherhood und ehrliche Elternschaft befasst.

Podcast Folge 5 zum Thema Hochsensibilität

Die Rat auf Draht Elternseite zum Anhören - unser Podcast aus den Regionen für Eltern in ganz Österreich. Folge 5 zum Thema Hochsensibilität mit der Ärztin und Psychotherapeutin Dr.in Claudia Lang.

Krisen & psych. Auffälligkeiten

5 Fragen an... Gesund aus der Krise

Gesund aus der Krise bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen österreichweit kostenlose und niederschwellige psychotherapeutische oder psychologische Unterstützung bei Anliegen wie Schlaf- und Angststörungen, schulvermeidendes Verhalten, Problemen mit dem Essen, Problemen mit den Eltern, Schicksalsschlägen uvm.

Schule & Lernen

5 Fragen an... die (Vor-)Schulische Beratung

Die Beratungsstelle für (Vor-) Schulische Integration bietet Information, Beratung und Begleitung für Eltern und Bezugspersonen von Kindern mit Behinderungen im Alter von 0 bis 15 Jahren.

Podcast Folge 4 zum Thema Mobbing

Die Rat auf Draht Elternseite zum Anhören - unser Podcast aus den Regionen für Eltern in ganz Österreich. Folge 4 zum Thema Mobbing mit dem Gastexperten Roland Schamberger aus Aschach. 

Krisen & psych. Auffälligkeiten

Autismus-Spektrum-Störung: was Eltern dazu wissen sollten

Jeder (autistische) Mensch ist einzigartig. Da es sich um ein großes Spektrum handelt, ist es gar nicht so einfach zu erkennen, was mit der Autismus-Spektrum-Störung (ASS) gemeint ist. Lesen Sie in diesem Artikel, welche Gemeinsamkeiten es innerhalb dieses Spektrums gibt und wie man Kinder und Jugendliche mit ASS unterstützen kann.