Schule & Lernen
04. Mai 2021
·
4 Minuten Lesezeit

AusBildung bis 18: Was Eltern wissen sollten

Ein Beitrag von:
Daniela Strauss
Daniela Strauss
Artikelinfo:

Die AusBildung bis 18 hat zum Ziel, Jugendliche nach der Pflichtschule in eine weiterführende Ausbildung zu bringen und ist seit  Juli 2017 eine gesetzliche Verpflichtung. 

Die AusBildung bis 18 hat zum Ziel, Jugendliche nach der Pflichtschule in eine weiterführende Ausbildung zu bringen. Denn: Wer eine weiterführende und möglichst abgeschlossene Ausbildung hat, hat ein Leben lang...

  • bessere Chancen am Arbeitsmarkt.
  • wird seltener arbeitslos.
  • hat ein höheres Einkommen.
  • hat bessere Lebensbedingungen.

Und gerade, weil die Absolvierung einer Ausbildung so wichtig für das weitere Leben ist, hat die österreichische Bundesregierung im Juli 2017 für Jugendliche bis zum 18. Geburtstag daraus eine Verpflichtung gemacht.

 Wie kann mein Kind die Ausbildungspflicht erfüllen?

Besucht Ihr Kind nach der neunjährigen Schulpflicht weiter die Schule, eine Lehre oder eine andere weiterführende Ausbildung erfüllt es damit die Ausbildungspflicht.

 

Absolviert Ihr Kind eine Teilqualifizierung, ein Angebot zur schulischen Nachreifung bzw. eine vorbereitende Maßnahme, besucht es ein Angebot zur beruflichen Integration oder strebt das Nachholen des Pflichtschulabschlusses an, ist damit die Ausbildungspflicht ebenso erfüllt.

Lassen Sie sich unterstützen!

Jugendliche, die aber nicht genau wissen, was sie beruflich machen sollen, die gefährdet sind die Schule abzubrechen oder nach der Pflichtschulzeit nur einer unqualifizierten Beschäftigung nachgehen, bekommen kostenlos Unterstützung. Selbstverständlich können auch Sie als Elternteil hier Beratung und Hilfestellung holen!

 

Erste Anlaufstelle ist die Koordinierungstelle AusBildung bis 18.

Kostenlos aus ganz Österreich: 0800 700 118 (Montag bis Donnerstag von 9:00-16:00 Uhr und Freitag 9:00-12:00 Uhr)

E-Mail: info@ausbildungbis18.at

 

Sie werden gerne zur Koordinierungsstelle in Ihrem Bundesland weitergeleitet!

Begleitend zur Ausbildungspflicht wurden seitens der österreichischen Bundesregierung zahlreiche Unterstützungsangebote eingerichtet. Diese helfen Ihnen und Ihrem Kind bei der Wahl der richtigen Ausbildung. Gemeinsam wird ein Perspektiven- oder Betreuungsplan erstellt, wobei auf die persönlichen Interessen, Wünsche und Fähigkeiten Ihres Kindes eingegangen wird.

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie sind alle genannten Stellen für Sie oder Ihr Kind erreichbar!

Wer erstellt mit Ihrem Kind einen Perspektiven- oder Betreuungsplan?

Jugendcoaching

Das Jugendcoaching unterstützt (kostenlos) bei der Berufsorientierung. Es hilft konkret beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen, bei der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und anderen Herausforderungen. Das Jugendcoaching kennt Möglichkeiten, wie bestehende Talente Ihres Kindes am besten ins Berufsleben übertragen werden können. Darüber hinaus hat das Jugendcoaching einen sehr guten Überblick über alle verfügbaren Angebote schulischer und beruflicher Ausbildungswege oder im Kursbereich.

 

Das Jugendcoaching arbeitet regional. Auf der Seite Jugendcoaching-Suche  finden Sie auch das für Sie bzw. für Ihr Kind zuständige Jugendcoaching-Projekt.

Pflichtschulabschluss-Ausbildungspflicht-bis-18.jpg

AMS

Das AMS hilft ebenso bei der Suche nach einer Lehrstelle oder einem Kurs- bzw. Qualifizierungsangebot. Konnte Ihr Kind am ersten Lehrstellenmarkt keinen Lehrplatz finden, vermittelt der zuständige AMS-Berater/die zuständige AMS-Beraterin zu einem überbetrieblichen Lehrplatz. Bei der überbetrieblichen Lehre wird ein Ausbildungsvertrag mit einer Schulungseinrichtung geschlossen. Das Ziel ist, während der überbetrieblichen Lehre in ein Unternehmen in die betriebliche Lehrausbildung über zu treten. Während der überbetrieblichen Lehrzeit besucht Ihr Kind bereits die Berufsschule.

Jugendliche-AusBildung-bis-18.jpg

Achtung: Da es sich bei der Ausbildung bis 18 um eine gesetzliche Verpflichtung handelt, können sich Eltern, die den Ausstieg aus der Schulpflicht Ihres Kindes ohne weiteren Plan hinnehmen und keine Hilfe annehmen, strafbar machen. 

Ausbildungsfreie Zeiträume

Das Ausbildungspflichtgesetz erlaubt vier Monate ausbildungsfreie Zeit innerhalb von 12 Monaten. Auch Wartezeiten, in denen kein passendes Ausbildungsangebot für Ihr Kind bereitgestellt werden kann, obwohl die Bereitschaft zu einer Ausbildung besteht, gelten als erlaubte freie Zeit. Die Wartezeit zum Beispiel auf einen konkreten Lehrbeginn, wird ebenfalls als erlaubter freier Zeitraum gesehen.

Weitere unterstützende Stellen

  • Kostenloses Coaching-Angebot der Wirtschaftskammer Österreich: Das Angebot Lehre statt Leere unterstützt Lehrlinge, um Herausforderungen oder Probleme am Ausbildungsplatz besser zu lösen.

  • Die Bildungsberatung der Arbeiterkammer beantwortet gerne Fragen zu Bildungsförderung, Schule, Lehre, und vieles mehr.

DANKE:

Dieser Beitrag ist eine Initiative der Regionalen Koordinatorinnen für Bildungs- und Berufsorientierung der Steiermark und wurde von der Bundesweiten Koordinierungsstelle AusBildung bis 18 (BundesKOST) erstellt.

 

Podcast zu "Alles klar ?!" Folge 1

Willkommen beim Podcast zu "Alles klar?!" In der ersten Folge spricht Corinna Harles, die psychologische Leiterin der Rat auf Draht Elternseite mit Christine Piriwe, Beraterin bei der Rat auf Draht Notrufnummer 147 für Kinder und Jugendliche. 

Sexualität

Wie digitale Medien Körperbilder beeinflussen

Auf Social Media Plattformen wie z.B. Instagram begegnen Kinder und Jugendliche einer Ideal- und Kunstwelt voller Filter und Inszenierung, die sie als real oder Wahrheit wahrnehmen. Das gezeigte Leben hat einen Einfluss auf die Zufriedenheit mit sich selbst und das Selbstwertgefühl.

Sexualität

Pornographie online - was Sie als Eltern dazu wissen sollten

Der Umgang mit Pornographie gegenüber ihren Kindern stellt Eltern oft vor eine große Herausforderung. Eltern fragen sich: Soll ich mit meinem Kind über Pornos sprechen? Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür gekommen? Und wie kann so ein Gespräch geführt werden? Wir haben Antworten.

Sexualität

Was Eltern bedenken sollten, wenn sie Kinder-Fotos online posten

Es ist verständlich, dass Eltern den Wunsch haben, die Fotos Ihrer Kinder mit Freunden und Familie zu teilen. Was man dabei bedenken sollte und warum es wichtig ist, Kinder einen überlegten Umgang mit ihren Bildern zu vermitteln, lesen Sie hier. 

Sexualität

Hatespeech: Was Eltern über Hass im Netz wissen müssen

Hate Speech bedeutet man das Herabwürdigen oder Beschimpfen von Personen, das online stattfindet. Hass im Netz ist oft willkürlich und kann alle treffen. In diesem Artikel geht es darum, wie Sie als Eltern darauf reagieren können, wenn Ihr Kind betroffen ist. 

Sexualität

Was Sexting bedeutet und wie Sie Ihr Kind schützen können

Unter Sexting versteht man das Schreiben über Sex, aber auch auf das Verschicken und Tauschen von Nacktbildern und Nacktvideos - mitunter mit sehr unangenehmen Folgen. So können Sie Ihr Kind schützen bzw. im Fall des Falles reagieren. 

Sexualität

Cybergrooming - was Eltern dagegen tun können

Beim Cybergrooming erschleichen sich überwiegend männliche Täter*innen das Vertrauen von Kindern mit dem Ziel, sie sexuell zu missbrauchen. Das kommt sowohl online als auch offline vor. Eltenrn können präventiv Schutzmaßnahmen setzen, um Grooming möglichst zu verhindern.

Sexualität

Sextortion – Erpressung online

Mit Sex-Scam oder Sextortion wird eine Erpressung durch Sex-Chats bezeichnet. Die Betroffenen werden dazu verleitet, sich vor der Kamera auszuziehen oder sexuelle Handlungen durchzuführen und mit Bildern davon erpresst. Eltern sollten sich dieser Online-Gefahr bewusst sein.

Krisen

Erziehung zum Umgang mit Alkohol

Wenn es darum geht, Kinder zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu erziehen, so gilt: Was Sie als Eltern tun, ist noch wichtiger, als was Sie sagen! Was damit gemeint ist, können Sie hier nachlesen.

Krisen

Hilfe, mein Kind ... ! Die Elternseite-Notfalltipps

In einer Notfall-Situation heißt es, man soll ruhig bleiben. Das ist leicht gesagt und manchmal schwer getan. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, die hoffentlich dabei helfen, die Nerven zu bewahren!

Hilfsangebote ABC

5 Fragen an... ENTER Fachstelle für digitale Spiele

Die Serie Hilfsangebote ABC der Rat auf Draht Elternseite stellt ENTER vor. Die Fachstelle für digitale Spiele ENTER ist eine Beratungsstelle für Familien, Einzelpersonen sowie Fachkräfte Sozialer Arbeitsfelder, wenn es um den Umgang mit digitalen Medien in der Erziehung geht. ENTER hat seinen Sitz in Graz und bietet auch Fortbildungen und Workshops an. 

Krisen

5 Tipps, die Eltern zu Drogen und Sucht kennen sollten

Drogen sind ein Thema, das Eltern Angst machen kann. Gerade Jugendliche probieren gerne Dinge aus. Wie kann man als Eltern mit seinen Kindern über das Thema sprechen und was kann man präventiv tun?

Krisen

Ich will nicht, dass mein Kind raucht!

Wenn das eigene Kind zur Zigarette greift, sind Eltern verständlicherweise wenig begeistert. Wichtig ist, mit Kindern oder Jugendlichen darüber zu sprechen, warum sie zu rauchen begonnen haben - und sachliche Informationen über die negativen Seiten anzubieten. Auch Raucher*innen können gegen das Rauchen argumentieren.

Alltag

Ein entspannter Urlaub trotz unterschiedlicher Interessen

Endlich Ferien! Doch wenn wir viel und intensiv Zeit miteinander verbringen und die gegenseitigen Erwartungen hoch sind, kann es schnell zu Konflikten  kommen. Trotz unterschiedlicher Interessen kann eine schöne Urlaubszeit gelingen.

Schule & Lernen

Ein schlechtes Zeugnis wegen Corona?

Mit dem Corona-Ausbruch ist auch die Schule in einer Ausnahmesituation. Unterricht im Home Schooling und Distance Learning erschweren das Lernen. Was tun, wenn das Zeugnis schlecht ausgefallen ist und Ihr Kind sogar einen oder mehrere Fünfer hat? Wir helfen mit Tipps weiter.

Beziehungen

Hilfe, mein Kind hat Heimweh!

Ihr Kind wird diesen Sommer in ein Ferienlager fahren? Womöglich zum ersten Mal? Es ist normal, dass Ferienlager, Sportwochen, Projekttage bei Kindern Heimweh auslösen können. Wie können Eltern ihr Kind auf den Aufenthalt weg von zuhause vorbereiten? Und was kann man tun, um Heimweh vorzubeugen? In diesem Artikel können Sie unsere Tipps für Eltern nachlesen.

Krisen

Tut Tot-Sein weh? Kindern Trauer zutrauen

Früher oder später tritt der Tod in das Leben jeder Familie. Wie regieren Kinder auf den Tod? Und wie ich mein Kind in seiner Trauer unterstützen? Und wo bekomme ich als Elternteil oder mein Kind Hilfe? In diesem Artikel der Rat auf Draht Elternseite gehen wir auf die wichtigsten Fragen ein, die sich bei einem Trauerfall stellen.

 

Hilfsangebote ABC

5 Fragen an... Elternnetzwerk Integration Wien

Die Serie Hilfsangebote ABC der Rat auf Draht Elternseite stellt das Elternnetzwerk von Integration Wien vor. Das Elternnetzwerk berät und begleitet Eltern und Angehörige von Jugendlichen mit Beeinträchtigung und Jugendliche selbst am Übergang Schule Beruf.

Wie Eltern ihren Kindern helfen können, Gefühle besser wahrzunehmen

Ein wichtiger Teil der sexuellen Entwicklung von Kindern ist es, zu lernen, den eigenen Körper zu verstehen. Eltern können dabei unterstützen. Wie, das erzählen wir in diesem Video mit der Rat auf Draht Elternseite Psychologin Elisa Stögmüller.

11-18 Jahre: Wie spreche ich mit Jugendlichen über Sexualität?

Aufklärung als Thema: Aus Kindern werden Erwachsene. Dazu gehört auch die sexuelle Entwicklung. Wie Eltern ihre Kinder ab 11 Jahren in der sexuellen Entwicklung unterstützen und begleiten können, erfahren Sie in diesem Video mit Rat auf Draht Elternseite Psychologin Elisa Stögmüller.