Eltern sein
08. Mai 2023
·
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Zum Muttertag: Was Mütter wirklich brauchen

Geschrieben von:
Elternseite Team
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Artikelinfo:

Am 2. Sonntag im Mai ist Muttertag. Mütter leisten mehr Care-Arbeit und tragen den Mental Load für die Familie. Mamas bekommen oft Blumen und Pralinen, dabei wäre ein Umdenken in der Gesellschaft und eine gerechtere Verteilung der unbezahlten Arbeit viel wichtiger.  Wir haben ein paar Denkanstöße und Tipps, was man im Kleinen tun kann. Mütter genauso wie Väter.

Es sind nachwievor die Frauen, die für den größeren Teil der geleisteten Care-Arbeit verantwortlich sind. Vor allem dann, wenn sie Kinder haben und damit sogenannte „Betreuungspflichten“. Die Initiative Equal Care Day gibt den Gender Care Gap in Familien mit kleinen Kindern mit über 110% oder alltäglich über zweieinhalb Stunden, die Frauen mehr Sorgearbeit leisten, an. Diese Sorgearbeit ist viel wert. Sie hat aber keine Entlohnung. Zur Zeit der Corona-Pandemie ist das Ausmaß der unbezahlten Arbeit, die in jeder Familie zu erledigen ist, noch viel mehr geworden, auch das ging überwiegend zu Lasten von Frauen.  

 

Aber nicht nur das: Frauen leisten nicht nur mehr Arbeitsstunden bei Kinderbetreuung und Haushalt. Sondern übernehmen auch in höheren Ausmaß die ganze Denkarbeit rundherum, die sich aus der Organisation des Familienalltags ergibt. Als Begriff hat sich dafür „Mental Load“ etabliert.

Hinter einem Problem, dass so viele betrifft, liegen klarerweise strukturelle Ursachen. Unsere ganze Gesellschaft muss umdenken, auch wenn der Prozess mühsam und langwierig ist.

was man im kleinen tun kann

Und trotzdem, wir haben ein paar Denkanstöße und Tipps, was man im Kleinen tun kann. Und zwar Mütter genauso wie Väter, Frauen genauso wie Männer.

Abgeben & loslassen

Überlegen Sie sich, was Sie schaffen und was zu viel ist. Es ist dabei durchaus nützlich, alle Aufgaben klar zu benennen und aufzulisten (ja, wenn es hilft, warum eigentlich nicht in einer Exceltabelle?). Und dann gilt: wenn notwendig, „Nein“ sagen, Grenzen setzen und zusehen, dass einen Teil der Arbeit andere übernehmen, wie z.B. der eigene Partner.

Mädchen lacht

baba, perfektionismus

Wo können Sie Abstriche machen? Frauen schreibt man oft zu, die „sozialeren Wesen“ sein. Wer aber sozial erwünschtes Verhalten zeigt, niemand enttäuschen möchte und stets für andere da ist, an dem bleibt auch viel Arbeit hängen. Wenn sich in der Schule beim Elternabend einmal keine Mutter für die nächste ehrenamtliche Aufgabe meldet: Wer weiß, vielleicht sind ja doch mehr Väter bereit?

Mädchen blickt in direkt in die KAmera

Freiräume erobern

Planen Sie fixe Zeiten ein, die Ihnen selbst gehören. Diese Zeiten werden genauso wie andere Termine im Familienkalender eingetragen. Genug Zeit für sich selbst ist wichtig, um Energie aufzuladen und Ressourcen zu aktivieren.

Zufriende Frau

Solidarität unter Müttern

Die einen machen es so, die anderen so. Aber: Wir alle sitzen im selben Boot. Und darauf sollten wir Frauen und Mütter uns auch besinnen und einander gegenseitig den Rücken stärken, anstatt wahlweise „nur Hausfrauen“ oder „Karrieremütter“ kritisch zu beäugen.

Frau blickt nach vorne

Next generation

Wir Eltern erziehen heute die Männer und Frauen von morgen. Dabei begegnen wir jeder Menge Rollenklischees. Ob es die „Mädchen, die brav mithelfen“ sind oder die Buben, die oft „wild“ sind? In jedem Fall gilt: hinterfragen! Das eröffnet Mädchen genauso wie Buben neue Möglichkeiten und Chancen.

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