Beziehungen
24. Jan. 2022

Mein Kind tut sich schwer, Freunde zu finden

Geschrieben von:
Corinna Harles
Corinna Harles
Artikelinfo:

Manchmal tun sich Kinder schwer, Freundschaften zu schließen. Als Eltern macht man sich schnell Sorgen und möchte helfen. Wie aber gelingt das am besten?

Gut zu wissen: Wie Eltern ihr Kind beim Schließen von Freundschaften unterstützen können, ist stark vom Alter abhängig. Kleinkinder spielen beispielsweise eher nebeneinander als miteinander und erst ab der Volksschule kann das Thema Freund*innen/Freundschaft auch verbal besprochen werden.

Vielleicht kann der Gedanke auch beruhigen, dass normal ist, dass es in Kindergarten und Schule immer wieder„auf und abs“ gibt bei Freundschaften und Beliebtheit.

Natürlich heißt das auch: Auch die Möglichkeit, zu unterstützen, ist bei einem Kleinkind anders als im Schulalter.

 

Ein paar allgemeine Tipps gibt es aber schon, die wir Ihnen mitgeben möchten:

Regelmäßiger
Kontakt zu Kindern

Schaffen Sie von klein auf Situationen, wo Ihr Kind mit anderen Kindern in Kontakt kommt und Freundschaften schließen kann.

 

Hier kann es beispielsweise hilfreich sein, regelmäßig zum gleichen Spielplatz, in den Kindergarten und in die gleichen Freizeitgruppen zu gehen.

Es ist auch normal und völlig ok, wenn Kinder lieber eine beobachtende Rolle einnehmen. Lassen Sie sich nicht stressen, wenn Ihr Kind eher zurückhaltend ist und lieber in Elternnähe bleibt. 

 

Sie können selbst auch ein Vorbild durch vorleben sein, indem Sie sich mit anderen Eltern anfreunden. Ihr Kind kann miterleben, wie man mit anderen in Kontakt kommt und wie man in Freundschaften miteinander umgeht.

Zeigen
Sie Interesse

Versuchen Sie mit Ihrem Kind ins Gespräch zu kommen, wenn Sie merken, dass es gerade schwierig mit den Freund*innen ist. Nehmen Sie Ihr Kind ernst und besprechen Sie nach, was passiert ist. 

Manchmal kann es auch hilfreich sein davon zu erzählen, wie Sie schwierige Situationen mit Freund*innen gelöst haben. Oder generell über den Umgang mit Freund*innen zu sprechen. Sie können beispielsweise gemeinsam überlegen, was man macht, wenn man sich über die/den Freund*in ärgert, wie sich der/die Freund*in wohl fühlt, wenn man selbst mal nicht so nett war und wie man sich wieder vertragen könnte. Auch das Einfühlen ist in Freundschaften wichtig.

 

Wenn Sie die Situation einmal nicht so gut beurteilen können, kann es auch hilfreich sein, bei den Pädagog*innen Ihres Kindes nachzufragen, wie diese die Situation einschätzen.

Gemeinsames
verbindet

Gemeinsame Hobbys und Interessen sind eine gute Basis für Freundschaften. Wenn es mit den Schulfreund*innen gerade nicht so gut läuft, kann es helfen, woanders Freunde zu finden.

Überlegen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam, wofür es sich interessiert und was ihm Spaß machen könnte. Oft kann es sehr entlastend sein, wenn man über gemeinsame Hobbys und Interessen Freunde findet, mit denen man wirklich auf einer Wellenlänge ist.

Auch wenn Ihr Kind gerade vielleicht nicht so viele Freund*innen hat, ist es wichtig, zu bedenken: Jedes Kind ist anders! Für manche Kinder reicht es auch völlig aus, eine gute Freundschaft zu haben. Haben Sie Vertrauen in Ihr Kind!

Dieses Video und der dazugehörige Artikel sind Teil einer Serie, die in Zusammenarbeit mit wohlfühl-pool.at entstanden ist. Mit freundlicher Unterstützung von des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, der Gesundheit Österreich GmbH sowie dem Fonds Gesundes Österreich.