Medien
20. Dez. 2021

Hilfe, mein Kind ist ständig am Bildschirm

Ein Beitrag von:
Katharina Wurnig
Katharina Wurnig
Artikelinfo:

In diesem Beitrag geht es darum, wie Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen vernünftigen Umgang mit digitalen Medien finden können.

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor: Ihr Kind ist völlig in den Bann gezogen von Computer, Handy oder Spielkonsole und Sie haben das Gefühl, Ihr Kind hängt nur noch am Bildschirm. Wenn Ihr Kind nicht einmal mehr reagiert, wenn Sie es ansprechen möchten, kann das das sehr nerven. Es kann aber auch Grund zur Sorge sein, wenn man als Elternteil den Eindruck hat, das Kind macht kaum noch etwas anderes.

 

Viele Eltern fragen sich:

Wie sieht ein vernünftiger Umgang mit Medien aus?

Wir wollen Ihnen helfen, die Dinge besser einzuordnen. Unsere Tipps sollen Sie und Ihr Kind dabei unterstützen, einen vernünftigen Umgang mit digitalen Medien zu finden. 

Digitale Medien
gehören dazu!
Prinzipiell sind digitale Medien ein wichtiger Teil der Freizeitgestaltung.

Was Sie tun können: Begleiten Sie Ihr Kind bei der Mediennutzung. Das kann in der Form passieren, dass Sie sich von Ihrem Kind Spiele, Apps und beliebte Serien zeigen lassen.

 

Über ehrliches Interesse daran freuen sich Ihre Kinder genauso wie an Ihrem Interesse an sonstigen Aktivitäten und Leistungen. 

 

Außerdem können Sie so vielleicht besser verstehen, was Ihr Kind an den digitalen Medien so fasziniert und Sie gewinnen einen guten Überblick, womit Ihr Kind die Medienzeit verbringt. Sie sind auch ein wichtiger Ansprechpartner, wenn im Netz mal etwas nicht so gut läuft.

Gründe &
Alternativen
Warum ist Ihr Kind so viel online und was wären Alternativen?

Versuchen Sie herauszufinden, warum Ihr Kind so viel Zeit mit digitalen Medien verbringt. Flüchtet es sich in die Onlinewelt, weil es ihm/ihr nicht gut geht oder ist es einfach nur Langeweile?

 

Am besten Sie fragen bei Ihrem Kind einfach nach und bieten Unterstützung an, wenn es Ihrem Kind nicht gut geht. Sie können auch dabei helfen, attraktiven Offline-Aktivitäten zu finden oder etwas Gemeinsames anbieten: wie Bewegung, Hobbys, gemeinsam Kochen, Freunde treffen, nach draußen gehen.

Regeln 
aufstellen
Gemeinsam als Familie
Regeln festlegen

Legen Sie gemeinsam als Familie Regeln für die Nutzung von Handy und elektronischen Geräten fest. Versuchen Sie hier Regeln festzulegen, die auch realistisch möglich sind.

 

Wenn Sie beispielsweise wissen, dass 20 Minuten Bildschirmzeit zu kurz sind und nicht funktionieren, vereinbaren Sie lieber gleich die realistischen 40 Minuten und achten Sie dann darauf, dass sie auch eingehalten werden.

Beispiele für Familienregeln:

Keine Medien 
beim Essen.
Alle Geräte 
über Nacht
ausschalten.
Entscheidung,
welche Apps, Serien usw. erlaubt sind und welche nicht.

Bedenken Sie dabei auch, dass Sie als Elternteil ein wichtiges Vorbild für Ihr Kind sind. Den eigenen Umgang mit Handy und co. zu reflektieren, kann hier hilfreich sein.

Dieses Video und der dazugehörige Artikel sind Teil einer Serie, die in Zusammenarbeit mit wohlfühl-pool.at entstanden ist. Mit freundlicher Unterstützung von des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, der Gesundheit Österreich GmbH sowie dem Fonds Gesundes Österreich.