Hilfsangebote ABC
19. Aug. 2021
·
5 Minuten Lesezeit

5 Fragen an... Stopline

Ein Beitrag von:
Katharina Wurnig
Katharina Wurnig
Artikelinfo:

Die Serie Hilfsangebote ABC der Rat auf Draht Elternseite stellt STOPLINE vor. Stopline ist eine Online-Meldestelle für Personen, die im Internet auf sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger oder auf Inhalte zu nationalsozialistischer Wiederbetätigung stoßen.

Logo Stopline

1. Was ist das Angebot und für wen ist es gedacht?

Stopline ist die Online-Anlaufstelle in Österreich für Personen, die im Internet auf  sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger (gemäß § 207a Strafgesetzbuch) oder nationalsozialistische Wiederbetätigung (gemäß Verbots- und Abzeichengesetz) stoßen.

Das Internet ist das bedeutendste Verbreitungsmedium unserer Zeit. Auch illegale Inhalte finden Verbreitung und sind in der online Welt genauso strafbar wie im realen Leben. Oberstes Ziel der Stopline ist die schnelle und unbürokratische Entfernung kinderpornografischer oder nationalsozialistischer Inhalte aus dem Internet durch den Hosting Provider, vor allem dann, wenn sie in Österreich gehostet werden.

 

Stopline wurde im Jahr 1998 vom Verband der österreichischen Internet Service Provider (ISPA) ins Leben gerufen und hat seither mehr als 150.000 Meldungen bearbeitet. Sie ist eine von den Behörden autorisierte und anerkannte Meldestelle und arbeitet eng mit dem Bundesministerium für Inneres (Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) und im Rahmen der ISPA mit den Internet Service Providern zusammen.

2. Mit welchen Fragen oder Themen kann man kommen?

An Stopline kann sich jede/-r wenden, der/die im Internet auf Webseiten mit diesen illegalen Inhalten (sexuelle Missbrauchsdarstellung Minderjähriger, nationalsozialistische Wiederbetätigung) stößt. Einfach, unbürokratisch und anonym!

 

Oberstes Ziel der Stopline ist die schnelle und unbürokratische Entfernung dieser Inhalte aus dem Internet, vor allem dann, wenn sie in Österreich gehostet werden. Wobei man darauf hinweisen muss, dass Stopline selbst keine Ermittlungstätigkeiten durchführen darf, diese sind der Exekutive vorbehalten.

 

Selbstverständlich versuchen die Mitarbeiter*innen der Stopline auch mit Rat und Tat bei Fragen zu diesen Themen behilflich zu sein oder Informationen über die richtigen Ansprechpartner*innen zu erteilen.

3. Wie läuft die Unterstützung ab?

Nach Eingang Ihrer Meldung bei der Stopline überprüfen die Mitarbeiter*innen, ob das Material tatsächlich illegal im Sinne der österreichischen Gesetze ist. In diesem Fall wird sofort die zuständige Exekutive informiert: Für kinderpornografische Inhalte ist das Bundeskriminalamt zuständig, für nationalsozialistisches Material das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Zusätzlich wird der gegebenenfalls betroffene österreichische Provider und die ausländischen Partner-Hotlines von INHOPE, ein Netzwerk von Hotlines gegen illegale Inhalte im Internet, verständigt. Diese treffen dann alle weiteren Maßnahmen.

 

WICHTIG! Suchen Sie nicht aktiv nach illegalem Material und senden Sie kein Bildmaterial an Stopline! Das kann bereits eine illegale Handlung darstellen. Für Stopline ist zur Nachverfolgung der Meldung eine möglichst genaue Quellenangabe des verdächtigen Materials ausreichend.

 

Stopline Infomaterial und die Jahresberichte der Stopline stehen auf https://www.stopline.at/de/news-und-presse/downloads/medien zum Download bereit. Folder können auch in gedruckter Form bestellt werden.

4. Was kostet das Angebot?

Das Angebot der Stopline ist kostenlos.

 

Setzen Sie jedoch ein Zeichen und unterstützen die Stopline:

  • Melden Sie Online-Inhalte, wenn Sie das Gefühl haben, dass diese gegen das Gesetz verstoßen könnten.

  • Bestellen Sie kostenlos die Stopline-Broschüre.

  • Weisen Sie auf die Stopline hin oder verlinken Sie zu uns.

Das
Angebot

ist
KOSTENLOS

5. Wie nimmt man Kontakt auf?

Meldungen an Stopline können über unser Webformular übermittelt werden.

 

Stopline respektiert die Privatsphäre ihrer Melder*innen. Daher ist eine anonyme Meldung möglich. Es werden keinerlei Daten  mitprotokolliert. Freiwillig bekannt gegebene Absender-Daten werden absolut vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

 

Sie könne uns auch ein E-Mail senden.