Hilfsangebote ABC
13. Sep. 2021
·
4 Minuten Lesezeit

5 Fragen an... die möwe

Ein Beitrag von:
Katharina Wurnig
Katharina Wurnig
Artikelinfo:

Die Kinderschutzorganisation möwe ist für alle Fragen rund um Gewalt und Missbrauch an und zwischen Kindern und Jugendlichen da. Die Betreuung durch die möwe Mitarbeiter*innen ist je nach Situation individuell.

1. Was ist das Angebot und für wen ist es gedacht?

Die möwe ist eine Kinderschutzorganisation, die sich speziell dem Thema Gewalt gegen Kinder und Jugendliche widmet.

In 6 Kinderschutzzentren in Wien und Niederösterreich steht die möwe für alle Fragen rund um dieses Thema zur Verfügung und betreut Kinder und Jugendliche und ihre Familien nach Gewalterleben je nach Bedarf mit Beratung, Prozessbegleitung, psychologischer Diagnostik und Psychotherapie.

 

Durch Präventions- und Informationsarbeit wollen wir von vornherein verhindern, dass etwas geschieht. Wir geben unser Wissen und Expertise in Workshops und Schulungen an Eltern, Bezugspersonen und Fachkräfte weiter und arbeiten im Rahmen von Aufklärungs- und Präventionsworkshops mit den Kindern und Jugendlichen.

2. Mit welchen Fragen oder Themen kann man kommen?

Mit allen Fragen rund um Gewalt und Missbrauch an und zwischen Minderjährigen.

  • Ich habe den Verdacht, dass ein Kind/Jugendliche*r in meinem Umfeld betroffen ist.

  • Ein minderjähriges Gewaltopfer benötigt Prozessbegleitung nach einer Straftat.

  • Wir wollen uns im Rahmen eines Workshops mit Kindern und Jugendlichen mit Prävention gegen Gewalt beschäftigen.

  • Mein Kind verhält sich seit einiger Zeit anders – ich habe den Verdacht, dass etwas vorgefallen ist.

  • Häusliche Gewalt zwischen Erwachsenen, bei der ein Kind als Zeuge mitbetroffen ist.

  • Wir wollen uns als Organisation mit Kinderrechten und Kinderschutz beschäftigen.
Person die unter einem Schirm versteckt ist

3. Wie läuft die Unterstützung ab?

Die Betreuung durch die möwe Mitarbeiter*innen kann unterschiedlich intensiv sein und wird individuell auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten.

  • Bei Fragen zu einem Verdacht im Umfeld (Nachbarschaft, Schulkinder, …) reicht manches Mal eine telefonische Beratung oder Onlineberatung.

  • Hilfesuchende nach Gewalterleben werden zu einem  Erstgespräch in ein Kinderschutzzentrum eingeladen bei dem die Situation eingehend besprochen wird. Der Unterstützungsbedarf wird abgeklärt und weitere Termine vereinbart.

Entscheiden sich die Betroffenen für eine Anzeige gegen eine/n mutmaßliche/n Täter*in oder wurde bereits ein Gerichtsverfahren eingeleitet, begleitet eine psychosoziale Prozessbegleiter*in durch das gesamte Verfahren. Das bedeutet, sowohl das Kind als auch die Bezugsperson werden auf den Prozess vorbereitet und zu Terminen vor Gericht begleitet. Auch eine juristische Unterstützung kann über die möwe organisiert werden.

 

Zur langfristigen Aufarbeitung des Erlebten können Kinder und Jugendliche in der möwe Psychotherapie erhalten. In diesem Fall kann die Begleitung mehrere Wochen oder Monate dauern. Das Kind kommt zu regelmäßigen – mit der/dem Therapeutin/en vereinbarten Terminen in das Kinderschutzzentrum.

KOStenlose 

Hilfe für

Gewaltopfer

4. Was kostet das Angebot?

Durch Förderungen, Leistungsverträge und Spenden von Privatpersonen und Unternehmen sind die Angebote für Gewaltopfer kostenlos.

 

Lediglich im Bereich der Aus- und Weiterbildung, Beratung und Prävention gibt es kostenpflichtige Dienstleistungen.

 

5. Wie nimmt man Kontakt auf?

die möwe Telefonberatung: 01 532 15 15 153
Mo-Do: 9.00-17.00 Uhr, Fr: 9.00-14.00 Uhr

Oder direkt mit einem möwe Kinderschutzzentrum

Wien 01 532 15 15
St. Pölten: 027 42 311 111
Mödling: 02236 86 600
Mistelbach/Gänserndorf: 02572 20 450
Neunkirchen: 02635 66 664

 

Hier geht's zu unserer Online-Beratung.