Krisen
22. Nov. 2021
·
5 Minuten Lesezeit

Lockdown - wie lange noch?

Ein Beitrag von:
Katharina Wurnig
Katharina Wurnig
Corinna Harles
Corinna Harles
Artikelinfo:

Wir kennen nun die Bedingungen und Maßnahmen, die Corona erfordert - wie eben auch den Lockdown. Mittlerweile sind aber viele extrem erschöpft und frustriert von der Pandemie, die nicht zu Ende geht. Was kann man tun, um besser durchzuhalten?

Es wäre schön gewesen, wenn es nicht notwendig geworden wäre, aber: Wir befinden uns wieder österreichweit im Lockdown. Wie Sie diese Zeit vielleicht etwas besser überstehen, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Gerade weil die Hoffnung groß war, dass kein Lockdown mehr kommt, fühlen sich viele extrem erschöpft, ausgelaugt und auch frustriert.

Warum ist die belastung so hoch?

Bedenken Sie: Wir alle müssen nun schon seit annähernd zwei Jahren eine sehr anstrengende Situation aushalten. Es gibt viele neue Regeln zu beachten und wir können nicht mehr unbeschwert Zeit mit unseren Mitmenschen verbringen. Wir haben irgendwo immer im Hinterkopf, dass wir aufpassen müssen, dass wir uns und unsere Kinder sich nicht an Corona anstecken. Wir halten Abstand, wir tragen Masken.

 

Wir wägen ab, ob und wie wir uns mit Freunden und Verwandten treffen. Wir überlegen bei kleinen Erkältungssymptomen, ob wir eine Testung durchführen lassen oder nicht und was das für unsere Kinder, Arbeits- und Sozialkontakte bedeutet. Bei alldem ist unklar, wie lange diese Situation noch dauern wird. Mit diesen Aspekten im Rahmen der Lockerungen umzugehen, hat schon viel Kraft gekostet.

 

Jetzt wurden die Bedingungen aber wieder verschärft. Das ist schwer auszuhalten, wirft wieder neue Betreuungsfragen auf und vieles, was Freude macht – wie Essen gehen, Kunst und Kultur genießen, sich in größeren Gruppen zu treffen usw. fällt für einige weg.

 

Was kann man nun tun, um die aktuelle Situation zumindest etwas besser für sich und seine Familie zu gestalten?

 

Gerade jetzt gilt: Tun, was Freude macht! Überlegen Sie als Familie gemeinsam, was das sein könnte.

Licht & Luft

Auch wenn Sie sich überwinden müssen: Es hilft jeden Tag zumindest kurz ins Freie gehen – und wenn es nur eine Viertelstunde ist.

Selbst bei schlechtem Wetter kommt durch die Wolkendecke immer noch so viel UV-Licht, dass es antidepressiv wirkt. Und Bewegung und frische Luft sind gut für den Kreislauf.

 

Wenn es schwierig ist, tagsüber hinauszukommen und Sie sehr unter der Lichtreduktion leiden, kann auch Tageslichtlampe helfen – diese haben eine nachgewiesene antidepressive Wirkung. Auch Vitamin-D Präparate sind eine Möglichkeit um die Stimmung zu verbessern. Sie können durch einen Bluttest einen möglichen Vitamin-D Mangel feststellen lassen.

Kuscheln

Die kalte Jahreszeit lädt außerdem dazu ein, sich mit der Familie zusammen die Wohnung kuschelig zu gestalten. Kuscheln und Körperkontakt sind gut für das Nervensystem und es wird das Bindungshormon Oxytocin produziert. Das ist auch dann der Fall, wenn wir mit nahestehenden Personen telefonieren, was zudem auch Entlastung und das Gefühl von Verbundenheit begünstigt. Greifen Sie also zum Handy und tauschen sich bei einem Gespräch aus!  

Sich die Situation schön machen

Vielleicht macht es Ihnen und Ihrer Familie Freude, die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren, Kerzen anzuzünden und mit dem Kekse backen zu beginnen, um den grauen Tage etwas Buntes und Fröhliches entgegenzusetzen.

 

Sie können dafür bei einem Spaziergang geeignetes Dekomaterial sammeln - das ist auch für Kinder spannend.

 

Auch das Aufstellen einer Duftlampe mit angenehmen Duftölen kann die Stimmung heben. Und Musik ist ebenso ein bewährtes Mittel, um die Stimmung zu verbessern. 

 

Erlaubt ist, was gefällt: Überlegen Sie, was Ihnen – als Einzelperson, Paar und Familie – gut tut, welche Bedürfnisse Sie haben, und wie Sie das gut umsetzen können.

HEute ist einiges besser

Auch wenn sich die Situation gefühlt zieht wie Kaugummi, machen Sie sich bewusst: Die Bedingungen des Lockdowns sind diesmal besser.

 

Wer dies möchte, hatte und hat weiterhin die Möglichkeit, die Corona-Schutzimpfung gratis in Anspruch zu nehmen. Der Impfstoff ist für alle, die dies möchten, schon lange in ausreichender Menge verfügbar, es gibt bereits eine Zulassung ab 12 Jahren, die Zulassung für jüngere Altersguppen ist in Reichweite. Wir haben in einem Artikel zusammengefasst, wo Sie Informationen zur Impfung finden können. 

 

Die andere Erleichterung sind viel besser verfügbare Testmöglichkeiten. Wohnzimmertests bieten rund um die Uhr die Möglichkeit, sich zu Hause schnell und einfach zu testen. Das Angebot für die noch zuverlässigeren PCR-Tests könnte noch besser sein, es wird aber immerhin ausgebaut. Auch wenn lange Wartezeiten frustrieren können, sollte man sich bewusst machen: Im letzten Herbst gab es noch viel weniger Möglichkeiten einen Corona-Verdacht zu bestätigen oder zu entkräften

 

Und: Wir alle wissen viel mehr über das Virus und wie es übertragen wird, was uns ein bisschen Kontrolle und Sicherheit zurückgibt.

MAchen Sie einen Plan!

Ein Wochen- und Tagesplan bringt Hilfe bei der Gestaltung des Alltags. Wenn Sie die Lockdown-Zeit gar zu anstrengend und belastend empfinden, kann eine gemeinsame Tagesplanung Entlastung bringen.

HILFE

bei der Gestaltung eines Tagesplans gibt's hier

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