Schule & Lernen
22. Jan. 2021
·
5 Minuten Lesezeit

Home-Schooling in Corona-Zeiten

Ein Beitrag von:
Katharina Wurnig
Katharina Wurnig
Corinna Harles
Corinna Harles
Artikelinfo:

Auch schon unter „normalen“ Umständen ist es für Eltern oft eine Herausforderung: Wie bringe ich mein Kind dazu, dass es seine Hausaufgabe regelmäßig macht oder für den nächsten Test in der Schule lernt. Im Home-Schooling sitzen wieder in ganz Österreich Eltern und Kinder zuhause vor Büchern und Arbeitsblättern und fragen sich, wie sie das Distance Learning hinbekommen sollen.

 

Wie viele Eltern, fragen Sie sich wahrscheinlich auch gerade, wie Sie Ihre Kinder im Home-Schooling zum Lernen motivieren können. Zunächst: Gesundheit ist immer wichtiger als Schulerfolg. Es geht also weniger darum, jede einzelne Aufgabe perfekt zu lösen. Versuchen Sie die Schule zuhause eher als Chance zu sehen – sie bringt ein wenig gewohnte Normalität in eine Ausnahmesituation. Wir können Sie mit einigen Tipps dabei unterstützen, damit das Distance Learning besser gelingt.

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  • Sorgen Sie für Struktur: Das heißt, Sie beginnen z.B. jeden Tag zur selben Zeit an einem bestimmten Ort in der Wohnung mit der „Schularbeit“.

  • Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie die Schule zuhause ablaufen könnte. Welche Aufgaben bis zu welchem Zeitpunkt erledigt werden sollen, was Ihr Kind alleine machen kann und wobei es Ihre Hilfe braucht. Sie können sich auch gemeinsam mit dem Kind Belohnungen für Geschafftes ausdenken.

  • Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, was gehen kann und was nicht. Sie selbst haben sich in Mathe schwer getan und Ihr Nachwuchs kommt nach Ihnen? Dann ist es jetzt besser, einen Leseschwerpunkt zu setzen. Oder vielleicht mit einer TV-Serie Englisch zu üben.

  • Wenn es „unangenehme“ Aufgaben gibt, die erledigt werden müssen, dann beginnen Sie damit. Was man gerne tut, kann danach gemacht werden.

  • Pausen sind wichtig! Zwischendurch muss Zeit für Entspannung sein. Am besten, Sie versuchen einen kleinen Ortswechsel. Wer einen eigenen Garten hat, hat es natürlich einfacher. Ansonsten kann man zum Luftschnappen auf den Balkon gehen oder zumindest die Fenster öffnen und gut durchlüften.

  • Wenn Ihr Kind ein „Totalverweigerer“ ist, bleiben Sie trotzdem entspannt. Wichtiger als die Aufgaben selbst ist es, mit dem Kind im Dialog zu bleiben: z.B. mit der einfachen Frage „Wie geht es dir?“ und einem offenen Ohr.

Wenn die Schule nach dem Lockdown "normal" weitergeht, muss sich Ihr Kind darauf wieder neu einstellen. In unserem Artikel  "Wenn die Schulen nach dem Lockdown wieder aufmachen" geben wir Ihnen einige Anregungen, was Sie zu einem entspannten Wiedereinstieg beitragen können. 

E-learning, Distance-Learning, virtuelle Lerngemeinschaft: Ihr Kind nimmt aus dieser Situation auf jeden Fall beachtliche Erfahrungen in neuen Bereichen mit. Das ist an sich schon ein Erfolg und verdient Anerkennung!

Tipps für jüngere Kinder

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  • Spielerisch angehen: Zum Beispiel könnten Sie das Kind dazu einladen, selbst Lehrer oder Lehrerin zu spielen und ihnen die Aufgabe zu erklären.

  • Beziehen Sie Gegenstände aus dem Haushalt mit ein: Sie können Packungstexte von Lebensmitteln zum Lesen üben verwenden oder die Grundrechnungsarten üben, indem sie kleine Bücherstapel auflegen und die Anzahl der Bücher addieren. Werden Sie gemeinsam kreativ – jede Familie kann den Weg gehen, der für sie passt.

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