Alltag
07. Jan. 2021
·
5 Minuten Lesezeit

Durchhalten im 3. Lockdown

Ein Beitrag von:
Katharina Wurnig
Katharina Wurnig
Corinna Harles
Corinna Harles
Artikelinfo:

Wir kennen uns nun schon besser mit den Bedingungen und Maßnahmen aus, die Corona erfordert, was ein bisschen den Schrecken an der Sache nimmt. Trotzdem fühlen sich viele extrem erschöpft und ausgelaugt. Was kann man tun, um durchzuhalten?

Es wäre schön gewesen, wenn es nicht notwendig geworden wäre, aber: Wir befinden uns mittlerweile im dritten österreichweiten Lockdown. Einerseits kennen wir uns nun schon besser mit den Bedingungen und Maßnahmen aus, die Corona erfordert und wir sind sozusagen alle schon große und kleine Lockdown-Expert*innen, was ein bisschen den Schrecken an der Sache nimmt. Die Bedingungen des Lockdowns sind diesmal besser, wir können nahestehende Freunde und Familienmitglieder weiterhin treffen, was wichtig für unsere psychische Gesundheit ist.  Und trotzdem fühlen sich viele durch den Lockdown extrem erschöpft und ausgelaugt.

Warum ist die belastung so hoch?

Bedenken Sie: Wir alle müssen nun schon seit März eine sehr anstrengende Situation aushalten. Es gibt viele neue Regeln zu beachten und wir können nicht mehr unbeschwert Zeit mit unseren Mitmenschen verbringen. Wir haben irgendwo immer im Hinterkopf, dass wir aufpassen müssen, dass wir uns und unsere Kinder sich nicht an Corona anstecken. Wir halten Abstand, wir tragen Masken. Wir wägen ab, ob und wie wir uns mit Freunden und Verwandten treffen. Wir überlegen bei kleinen Erkältungssymptomen, ob wir eine Testung durchführen lassen oder nicht und was das für unsere Kinder, Arbeits- und Sozialkontakte bedeutet. Bei alldem ist unklar, wie lange diese Situation noch dauern wird. Mit diesen Aspekten im Rahmen der Lockerungen umzugehen, hat schon viel Kraft gekostet. Jetzt wurden die Bedingungen aber wieder verschärft. Das ist schwer auszuhalten, wirft wieder neue Betreuungsfragen auf und vieles, was Freude macht – wie Essen gehen, Kunst und Kultur genießen, sich in größeren Gruppen zu treffen usw. fällt weg. Anders als im ersten Lockdown ist jetzt auch noch Winter – oft sind die Tage grau und es wird sehr früh dunkel. Auch ohne die zusätzlichen Belastungen durch Corona ist diese dunkle Jahreszeit für viele Menschen anstrengend. Manche entwickeln auch eine sogenannte Winterdepression.

 

Was kann man nun tun, um die aktuelle Situation zumindest etwas besser für sich und seine Familie zu gestalten?

 

Gerade jetzt gilt: Tun, was Freude macht! Überlegen Sie als Familie gemeinsam, was das sein könnte.

Licht & Luft

Auch wenn Sie sich überwinden müssen: Sie sollten jetzt jeden Tag zumindest kurz ins Freie gehen – und wenn es nur eine Viertelstunde ist. Selbst bei schlechtem Wetter kommt durch die Wolkendecke immer noch so viel UV-Licht, dass es antidepressiv wirkt. Und Bewegung und frische Luft sind gut für den Kreislauf. Wenn es schwierig ist, tagsüber hinauszukommen und Sie sehr unter der Lichtreduktion leiden, kann auch Tageslichtlampe helfen – diese haben eine nachgewiesene antidepressive Wirkung. Auch Vitamin-D Präparate sind eine Möglichkeit um die Stimmung zu verbessern. Sie können durch einen Bluttest einen möglichen Vitamin-D Mangel feststellen lassen.

Kuscheln

Die kalte Jahreszeit lädt außerdem dazu ein, sich mit der Familie zusammen die Wohnung kuschelig zu gestalten. Kuscheln und Körperkontakt sind gut für das Nervensystem und es wird das Bindungshormon Oxytocin produziert. Das ist auch dann der Fall, wenn wir mit nahestehenden Personen telefonieren, was zudem auch Entlastung und das Gefühl von Verbundenheit begünstigt. Greifen Sie also zum Handy und tauschen sich bei einem Gespräch aus!  

Sich die Situation schön machen

Vielleicht macht es Ihnen und Ihrer Familie Freude, die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren, Musik anzumachen, Kerzen anzuzünden und mit dem Kekse backen zu beginnen, um den grauen Tage etwas Buntes und Fröhliches entgegenzusetzen. Auch das Aufstellen einer Duftlampe mit angenehmen Duftölen kann die Stimmung heben. Erlaubt ist, was gefällt: Überlegen Sie, was Ihnen – als Einzelperson, Paar und Familie – gut tut, welche Bedürfnisse Sie haben, und wie Sie das gut umsetzen können.

LAnd in Sicht!

Auch wenn sich die Situation gefühlt zieht wie Kaugummi, machen Sie sich bewusst:  Wir haben trotzdem eine bessere und klarere Perspektive als noch im letzten Lockdown. Impfungen sind in Reichweite, die ersten Zwischenergebnisse erlauben durchaus Optimismus. Und: Mittlerweile gibt es gut verfügbare Schnelltests, die uns vor quälenden und ungewissen Wartezeiten verschonen. Wir alle wissen viel mehr über das Virus und wie es übertragen wird, was uns ein bisschen Kontrolle und Sicherheit zurückgibt.

MAchen Sie einen Plan!

Ein Wochen- und Tagesplan bringt Hilfe bei der Gestaltung des Alltags. Wenn Sie die Lockdown-Zeit gar zu anstrengend und belastend empfinden, kann eine gemeinsame Tagesplanung Entlastung bringen.

HILFE

bei der Gestaltung eines Tagesplans gibt's hier

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